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WWF
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Der WWF (World Wide Fund For Nature â âWeltweiter Fonds fĂźr die Naturâ, bis 1986 World Wildlife Fund â âWelt-Wildtier-Fondsâ) ist eine Stiftung nach Schweizer Recht mit Sitz in Gland, Kanton Waadt. Sie wurde 1961 gegrĂźndet und ist eine der grĂśĂten internationalen Natur- und Umweltschutzorganisationen. Wappentier des WWF ist der GroĂe Panda. Der WWF setzt sich fĂźr den Erhalt der biologischen Vielfalt der Erde, die nachhaltige Nutzung natĂźrlicher Ressourcen und die Eindämmung von Umweltverschmutzung und schädlichem Konsumverhalten ein.
Die Organisation ist in ßber 80 Ländern mit eigenen Bßros vertreten und wird von ßber fßnf Millionen Menschen unterstßtzt. Seit der Grßndung des WWF wurden weltweit 11,5 Milliarden US-Dollar in ßber 13.000 Projekte investiert.cite-ref-wwf-quick-facts-4-2[4] Der WWF finanziert sich ßberwiegend durch Spenden.cite-ref-annual-review-2014-3-1[3] Der WWF hat an der Grßndung vieler anderer Organisationen und Initiativen mitgewirkt, darunter das Forest Stewardship Council und das Marine Stewardship Council.
Contents
⢠Geschichte
⢠Beteiligungen
⢠Logo und Marke
⢠Erfolge
⢠Kampagnen
⢠Organisation
⢠Präsidenten
⢠Finanzen
⢠Sektionen
⢠WWF Deutschland
⢠WWF Ăsterreich
⢠WWF Schweiz
⢠Kritik
⢠Dokumentationen
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Geschichte
In den 1960er Jahren rĂźckte der Natur- und Umweltschutz stärker in den Fokus der Ăffentlichkeit. Der Erhalt der natĂźrlichen Umwelt war Teil des gesellschaftlichen Wandels in Europa und Nordamerika, aber nicht auf die Industrieländer beschränkt. Obwohl bereits im Jahr 1948 mit der IUCN die erste globale Natur- und Umweltschutzorganisation der Welt ins Leben gerufen worden war, hatte sich die Organisation nicht wie gewĂźnscht in einer breiten Ăffentlichkeit etabliert.cite-ref-5[5] Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, eine neue Organisation zu schaffen, die unkompliziert arbeiten und sich fĂźr Natur- und Umweltschutz einsetzen sollte. Das Konzept wurde erstmals 1960 in einem Leserbrief von Victor Stolan fĂźr die Tageszeitung The Observer formuliert. Dort war zuvor ein Artikel von Julian Huxley erschienen, der das Artensterben in Afrika thematisierte.cite-ref-6[6]
Huxley vermittelte daraufhin ein persĂśnliches Gespräch zwischen Stolan und Max Nicholson, Generaldirektor der britischen NaturschutzbehĂśrde. Dieser wurde schlieĂlich zur treibenden Kraft hinter der GrĂźndung des WWF.cite-ref-7[7] Sein zentrales Argument war, dass die bestehenden Natur- und Umweltschutzorganisationen zwar sinnvolle Projekte entwickeln wĂźrden, diese aber aufgrund fehlender Gelder nicht umsetzen kĂśnnten.cite-ref-8[8] Huxley fĂźhrte Gespräche mit zahlreichen potenziellen UnterstĂźtzern und entwickelte schlieĂlich einen konkreten Plan fĂźr die GrĂźndung des WWF. Dieser wurde an 20 UmweltschĂźtzer in Belgien, Frankreich, GroĂbritannien, Thailand, Schweden, den Vereinigten Staaten, der Schweiz, dem Sudan und nach SĂźdafrika gesendet. AnschlieĂend fanden zwischen April und September 1961 neun Treffen in den Räumen der britischen NaturschutzbehĂśrde statt.cite-ref-9[9]
Die Mitglieder der so genannten âLondoner Planungsgruppeâ beschlossen unter anderem, dass ein Panda den WWF symbolisieren sollte.cite-ref-10[10] AuĂerdem wurde der ZĂźrcher Anwalt Hans HĂźssy engagiert, um von Beginn an die GemeinnĂźtzigkeit und damit die Steuerfreiheit der Stiftung nach Schweizer Recht sicherzustellen. Das eigentliche GrĂźndungsdatum des WWF markiert die Beurkundung der Stiftung am 11. September 1961 in ZĂźrich.cite-ref-11[11] Die erste Spende war ein Guinee, was ungefähr einem Pfund entsprach.cite-ref-12[12] Der WWF wurde von einem international besetzten Stiftungsrat gefĂźhrt, in dem UmweltschĂźtzer aus mehreren europäischen Staaten und Nordamerika vertreten waren.cite-ref-13[13] Die meisten Stiftungsräte stammten aus dem Netzwerk der IUCN. Prinz Bernhard der Niederlande war erster Präsident des WWF, wobei die Position keine geschäftsfĂźhrende Tätigkeit beinhaltete. Zum ersten Vizepräsidenten der Organisation wurde Peter Scott gewählt.cite-ref-14[14]
Kritiker wie Wilfried Huismann behaupten, dass die GrĂźndung des WWF auf rassistische Motive britischer Kolonialisten zurĂźckgeht. Die Sorgen, die sich die GrĂźnder um die Naturräume Afrikas machten, seien direkt mit der Aufhebung der Kolonialverwaltungen verknĂźpft gewesen. Die indigenen Bewohner der groĂflächigen Nationalparks galten als schmutzig und ihre traditionellen Wirtschaftsformen, die jahrhunderte- oder jahrtausendelang mit den Wildtieren koexistierten, wurden von den Europäern jetzt fĂźr eine Bedrohung gehalten. Allen GrĂźndern gemeinsam war, dass sie begeisterte GroĂwildjäger waren, die die Nationalparks als touristische Ziele planten.cite-ref-15[15]
Nach der GrĂźndung des WWF entstanden in den 1960er Jahren zahlreiche nationale Sektionen, unter anderem der WWF Deutschland, WWF Ăsterreich und WWF Schweiz. Ăblicherweise wurde ein Drittel der Spenden in lokale Projekte investiert, während zwei Drittel an den WWF International flossen.cite-ref-16[16] Um die Finanzierung des WWF sicherzustellen, starteten Anton Rupert und Bernhard zur Lippe-Biesterfeld im Jahr 1970 die Initiative The 1001: A Nature Trust. Das Ziel der beiden UmweltschĂźtzer war es, 1.001 wohlhabende Personen zu gewinnen, die 10.000 US-Dollar spenden und damit einen VermĂśgensstock fĂźr den WWF aufbauen sollten.cite-ref-17[17] Die Summe wurde innerhalb von drei Jahren erreicht.cite-ref-18[18] Insgesamt gab der WWF in den ersten zehn Jahren seines Bestehens rund 32 Millionen Schweizer Franken fĂźr Projekte in 59 Ländern aus.cite-ref-19[19]
In den Anfängen engagierte sich der WWF fĂźr Artenschutz und insbesondere fĂźr Flaggschiffarten der charismatischen Megafauna. Dazu unterstĂźtzte er Projekte anderer Organisationen. Das Vorgehen des WWF änderte sich in den 1970er Jahren entscheidend: Anstatt einzelnen Projekten spontan Hilfe zukommen zu lassen, rĂźckten MaĂnahmen fĂźr ganze Ăkozonen oder Tierarten in den Fokus.cite-ref-20[20] Zu den ersten globalen Kampagnen des WWF gehĂśrte die âOperation Tigerâ: Es wurden unter anderem in Indien neue Schutzzonen errichtet, sodass der Tiger am Ende des Jahrzehnts als gerettet galt.cite-ref-21[21] 1975 begann der WWF, sich auf globaler Ebene fĂźr den Erhalt des tropischen Regenwalds einzusetzen, insbesondere in Zentral- und Westafrika, SĂźdostasien und Lateinamerika.cite-ref-22[22] Neben dem Tiger und Regenwald gehĂśrten in den 1980er Jahren der Walfang, der GroĂe Panda und die Verbindung von Umweltschutz und Entwicklungshilfe zu den zentralen Themen des WWF.cite-ref-23[23]cite-ref-24[24]
In den 1990er Jahren beteiligte sich der WWF am Projekt Forest Stewardship Council (FSC) und Marine Stewardship Council (MSC). Durch die Zertifizierung nachhaltiger Rohstoffe sollte es Endverbrauchern erleichtert werden, umweltfreundliche Produkte zu kaufen.cite-ref-25[25] 1998 verĂśffentlichte der WWF den ersten âLiving Planet Reportâ: Der Bericht beschreibt den Zustand der Umwelt auf globaler Ebene sowie der Auswirkungen des Menschen auf die Natur.cite-ref-26[26] Der Report erscheint bis heute alle zwei Jahre und zählt zu den fĂźhrenden wissenschaftlichen Publikationen in seinem Bereich.cite-ref-27[27] Zu den jĂźngeren Kampagnen des WWF mit globaler Reichweite zählt die Earth Hour. Seit 2007 beziehungsweise 2010 wird in einzelnen Haushalten, Gebäudekomplexen oder ganzen Ländern fĂźr 60 Minuten das Licht ausgeschaltet, um die CO2-Emissionen zu reduzieren und an den Klimawandel zu erinnern.cite-ref-28[28]
Beteiligungen
Wie vorstehend bereits ersichtlich, hat der WWF in seiner Geschichte an zahlreichen Grßndungen anderer Organisationen und Initiativen mitgewirkt. Er ist teilweise organisatorisch beteiligt oder ßbt teilweise Einfluss auf ihm nahe stehende Organisationen aus. Nachfolgend eine Zusammenstellung ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
⢠Der Aquaculture Stewardship Council ist eine vom WWF gegrßndete Vereinigung, die fßr nachhaltige Fischzucht in Aquakulturen steht.cite-ref-29[29] Der WWF initiierte 2004 einen Dialog zum Thema, aus dem 2010 die Organisation entstand. Es sind unter anderem Tilapia, Pangasius und Lachsprodukte mit dem ASC-Siegel auf dem Markt erhältlich.cite-ref-30[30]
⢠Atomausstieg selber machen ist ein 2006 initiiertes BĂźndnis von Umwelt- und Verbraucherorganisationen, das neben dem WWF zum Beispiel Greenpeace und der BUND unterstĂźtzen.cite-ref-31[31] Das BĂźndnis mĂśchte Verbraucher dazu bewegen, mehr Ăkostrom zu beziehen.cite-ref-32[32]
⢠EnergieVision ist gemeinnĂźtziger Verein zur FĂśrderung von Nachhaltigkeit und Markttransparenz in der Energiewirtschaft. Er hat das ok-power Label fĂźr Strom aus erneuerbaren Energien geschaffen. Träger des im Jahr 2000 gegrĂźndeten Vereins sind die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, das Ăko-Institut und der WWF Deutschland.cite-ref-33[33]
⢠Die Europäische Bewegung Deutschland ist nach eigenen Angaben das grĂśĂte zivilgesellschaftliche Netzwerk fĂźr Europa in Deutschland.cite-ref-34[34] Zu den Ăźber 200 Mitgliedern zählt auch der WWF Deutschland.cite-ref-35[35]
⢠Der Forest Stewardship Council wurde 1993 in Folge des Umweltgipfels von Rio de Janeiro ins Leben gerufen.cite-ref-36[36] Er unterstßtzt eine nachhaltige Forstwirtschaft und vergibt ein Siegel fßr Holzprodukte, das eine nachhaltige Produktion sowie die Einhaltung sozialer Kriterien garantiert.cite-ref-37[37]
⢠Das Forum Anders Reisen ist ein Wirtschaftsverband fßr kleine und mittelständische Reiseveranstalter, die nachhaltigen Tourismus unterstßtzen.cite-ref-38[38] Seit 2008 kooperiert der WWF mit dem Verband, es werden unter anderem eigens konzipierte Touren in Gebiete der WWF-Projekte angeboten.cite-ref-39[39]
⢠Das Forum Umwelt und Entwicklung wurde 1992 nach der UN-Konferenz fĂźr Umwelt und Entwicklung gegrĂźndet.cite-ref-40[40] Es âkoordiniert die Aktivitäten deutscher Nichtregierungsorganisationen in internationalen Politikprozessen zu nachhaltiger Entwicklungâ.cite-ref-41[41] Der WWF Deutschland ist Mitglied der Organisation.cite-ref-42[42]
⢠âGenieĂt unsâ ist eine Initiative des WWF Deutschland, der Welthungerhilfe und weiterer Partner.cite-ref-43[43]cite-ref-44[44] Ihr Ziel ist es, die Lebensmittelverschwendung einzudämmen.cite-ref-45[45] Die Initiative wurde zum Beispiel durch Aktionen wie den âEssensretter-Brunchâ bekannt.cite-ref-46[46]
⢠Die International Task Force Sustainable Tourism des Umweltprogramms der Vereinten Nationen ist eine Initiative zur Unterstßtzung von nachhaltigem und umweltgerechtem Tourismus weltweit. Die UNEP und der WWF setzen sich zum Beispiel dafßr ein, dass Korallenriffe vor der indonesischen Insel Bali geschßtzt werden.cite-ref-47[47]
⢠Die Klima-Allianz Deutschland ist ein Bßndnis von Nichtregierungsorganisationen wie dem WWF, dem BUND oder Greenpeace und Vertretern der evangelischen und katholischen Kirche. Es nahm seine Arbeit 2007 auf und setzte sich fßr eine wirkungsvolle Klimapolitik ein.cite-ref-48[48]
⢠Der Marine Stewardship Council wurde 1997 vom WWF und Unilever gegrßndet.cite-ref-49[49] Er setzt sich fßr nachhaltige Fischerei ein und vergibt das auf Fischkonserven, in Frischfischtheken und bei Tiefkßhlfisch verbreitet anzutreffende MSC-Siegel fßr Fischprodukte nach Kriterien der Umweltverträglichkeit.cite-ref-50[50]
⢠Der Runde Tisch fßr PalmÜl wurde 2004 vom WWF ins Leben gerufen.cite-ref-51[51] Mitglieder sind vor allem Hersteller und Händler, die freiwillig mehr fßr Naturschutz und Menschenrechte tun, als gesetzlich vorgeschrieben ist.cite-ref-52[52] Zum Beispiel wird bei der Produktion von PalmÜl auf den Einsatz bestimmter Pestizide verzichtet und kein geschßtzter Regenwald abgeholzt.cite-ref-53[53]
⢠Der Runde Tisch fĂźr Soja wurde 2006 gegrĂźndet. Sein Ziel ist es, die ânegativen Umweltauswirkungen des Sojabooms durch Aufstellung von Mindestanforderungen zu reduzieren und die sozialen Bedingungen fĂźr die Arbeiter zu verbessernâ.cite-ref-54[54] Vertreter von Unternehmen und Umweltschutzorganisationen wie dem WWF setzen gemeinsam Mindeststandards fĂźr die nachhaltige Produktion und den Handel mit Sojabohnen.cite-ref-55[55]
⢠TRAFFIC (âTrade Records Analysis of Flora and Fauna in Commerceâ) ist ein gemeinsames Programm des WWF und der Weltnaturschutzunion IUCN.cite-ref-56[56] Es wurde 1976 gegrĂźndet um sicherzustellen, dass der âHandel mit wild lebenden Tier- und Pflanzenarten und deren Produkten nur in nachhaltiger Weise geschieht, im Einklang mit nationalen und internationalen Abkommen und Gesetzen steht und nicht zum Aussterben von Arten fĂźhrtâ.cite-ref-57[57]
Logo und Marke
Das Logo des WWF zeigt den GroĂen Panda in Schwarz und WeiĂ sowie darunter den Schriftzug âWWFâ. Als Vorlage diente die Bärin âChi Chiâ, die 1957 geboren und ein Jahr danach aus China an den London Zoo verkauft worden war.cite-ref-58[58] UrsprĂźnglich war die Bärin fĂźr die USA bestimmt, jedoch verhinderte ein Handelsembargo der Vereinigten Staaten gegen China die Einfuhr.cite-ref-59[59] Gerald Watterson fertigte bei einem Besuch im Londoner Zoo mehrere Skizzen von âChi Chiâ an, aus denen Peter Markham Scott schlieĂlich das WWF-Logo entwickelte. Er vereinfachte die Darstellung der Bärin, indem er einzelne GliedmaĂen als einfache schwarze Flächen darstellte und die Umrisse der Figur abrundete.cite-ref-60[60]
Von 1961 bis heute wurde das WWF-Logo insgesamt viermal Ăźberarbeitet.cite-ref-61[61] Es wird global von allen WWF-Organisationen verwendet,cite-ref-62[62] wodurch sich der Panda zum ikonischen Symbol fĂźr die Marke âWWFâ entwickelte.cite-ref-63[63] Das Logo und der Name des WWF sind international geschĂźtzte Marken.cite-ref-64[64] Die Organisation vergibt Lizenzen an ausgewählte Unternehmen, welche die Marke fĂźr ihre eigenen Produkte verwenden dĂźrfen.cite-ref-65[65] Mit den LizenzgebĂźhren finanziert der WWF wiederum Naturschutzprojekte. Im deutschsprachigen Raum besteht eine derartige Vereinbarung beispielsweise zwischen dem WWF Deutschland und dem Einzelhändler EDEKA sowie WWF Ăsterreich und IKEA.cite-ref-66[66]cite-ref-67[67]
Die amtliche Bezeichnung des WWF lautete zunächst âWorld Wildlife Fundâ. 1986 wurde anlässlich des 25-jährigen Bestehens beschlossen, den Namen in âWorld Wide Fund For Natureâ zu ändern. Damit wollte die Organisation deutlich machen, dass im Zentrum des Interesses nicht nur wilde Tiere und Pflanzen stehen, sondern die Natur als Ganzes.cite-ref-68[68] Die neue Bezeichnung wurde auch von den nationalen Sektionen Ăźbernommen, mit Ausnahme der Stiftungen in den Vereinigten Staaten und Kanada.cite-ref-69[69] Grund dafĂźr waren seit Anfang der 1980er Jahre bestehende Differenzen zwischen WWF-USA und der Schweizer Stiftung.cite-ref-70[70] Erst 2001 beschloss man, global nur noch das KĂźrzel âWWFâ als Name fĂźr alle Organisationen zu verwenden.cite-ref-71[71]
Im Jahr 2002 gewann die Natur- und Umweltschutzorganisation einen Rechtsstreit um die Bezeichnung âWWFâ, sodass sich die World Wrestling Federation in âWorld Wrestling Entertainmentâ (WWE) umbenennen musste.cite-ref-72[72]
Ziele und Umsetzung
Laut Satzung ist es Zweck des WWF, die natĂźrliche Umwelt und die Ăśkologischen Prozesse weltweit zu erhalten. Das Arbeitsgebiet der Organisation erstreckt sich auf âFauna und Flora, die Landschaft, Wasser, Boden, Luft und andere natĂźrliche Ressourcenâ, mit besonderem Schwerpunkt auf den wesentlichen Ăśkologischen Prozessen und der genetischen Artenvielfalt.cite-ref-73[73] Der ehemalige Generaldirektor des WWF, Claude Martin, beschrieb die Ziele des WWF folgendermaĂen:
âOur objectives have never been clearer â slow climate change, reduce toxics in the environment, protect our oceans and fresh waters, stop deforestation, and save species.â
âUnsere Ziele waren noch nie eindeutiger â den Klimawandel bremsen, Giftstoffe in der Umwelt reduzieren, unsere Meere und Gewässer schĂźtzen, das Waldsterben stoppen und Arten erhalten.â
â
Claude Martin
:
WWF in the new millennium.
Abgerufen am 27. Januar 2016
(englisch).
Während in den ersten Jahren primär wilde Tiere und Pflanzen im Fokus des WWF standen, setzt sich die Organisation seit den 1980er Jahren fĂźr die gesamte Natur ein.cite-ref-74[74] Im Unterschied zu anderen Natur- und Umweltschutzorganisationen lag der Fokus des WWF von Anfang an weniger auf Ăśffentlichkeitswirksamen Einzelaktionen oder aktiven Mitgliedsgruppen, sondern vielmehr auf der finanziellen und personellen UnterstĂźtzung groĂer, auf Dauer angelegter Schutzprojekte.cite-ref-75[75]
Der WWF will nach eigenen Angaben eine Zukunft gestalten, in der Mensch und Natur im Einklang miteinander leben.cite-ref-76[76] DafĂźr engagiert sich der WWF weltweit beim Aufbau von Naturschutzgebieten, fĂźr den langfristigen Erhalt gefährdeter Naturlandschaften und den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Mit konkreten LĂśsungen will die Organisation zeigen, wie ein Ăśkologisches Leben der Menschen in einer lebendigen Natur mĂśglich ist.cite-ref-77[77] DarĂźber hinaus nimmt der WWF Einfluss auf Politik und Wirtschaft. Im Laufe seiner Geschichte wurde der WWF, der sich selbst als âPartner der Wirtschaftâ versteht, von groĂen Unternehmen unterstĂźtzt. Nach seiner Einschätzung ist die Zusammenarbeit mit Unternehmen notwendig, um erfolgreichen Natur- und Umweltschutz zu betreiben.cite-ref-78[78]cite-ref-79[79]
Der WWF hat das Ziel ausgerufen, bis zum Jahr 2050 die Integrität der herausragendsten Orte der Welt dauerhaft sicherzustellen (â2050 Biodiversity Goalâ). AuĂerdem soll bis 2050 erreicht werden, dass der Ăśkologische FuĂabdruck der Menschheit auf ein Niveau gebracht wird, das die Erde verkraften kann. Die natĂźrlichen Ressourcen unseres Planeten sollen gerecht verteilt sein (â2050 Footprint Goalâ).cite-ref-80[80]
Erfolge
Das Engagement des WWF kam seit der Grßndung zahllosen bedrohten Arten und verschiedenen Naturregionen zugute. Von den Investitionen, beispielsweise in Forschungsprojekte oder Wildhßtereinheiten, profitierten häufig auch Teile der lokalen BevÜlkerung.
Ein Schwerpunkt des WWF ist seit den GrĂźndungsjahren der Schutz von Elefanten und NashĂśrnern in Afrika. Seit 1962 wurden insgesamt mehr als 40 Millionen Euro an FĂśrdermitteln zum Schutz der Afrikanischen NashĂśrner aufgewendet. Dazu wurden zahlreiche Projekte zum Schutz von Elefanten gefĂśrdert.cite-ref-81[81] Diese Hilfen trugen dazu bei, dass die Bestände der Afrikanischen Elefanten stabilisiert und beide Nashornarten in freier Wildbahn erhalten werden konnten. Während Breit- und Spitzmaulnashorn im Norden des historischen Verbreitungsgebietes heute weitgehend ausgestorben sind, konnten im Ăśstlichen und insbesondere im sĂźdlichen Afrika grĂśĂere Bestände erhalten und in der Vergangenheit zum Teil wieder vermehrt werden. Der WWF trug zu diesen Erfolgen im Artenschutz bei.cite-ref-82[82]
Einer der grĂśĂten Erfolge des WWF war die Stabilisierung der Bestände des Bengaltigers durch das Project Tiger, das der WWF im Jahr 1972 zusammen mit der indischen Regierung unter Indira Gandhi startete. Die Tigerbestände auf dem indischen Subkontinent stiegen in den Folgejahren von etwa 2.000 auf rund 3.000 Tiere. Der Bengaltiger stellt heute die mit Abstand grĂśĂte Population des Tigers in freier Wildbahn dar. Ebenfalls mit Hilfe des WWF konnten die Bestände des noch stärker bedrohten Amurtigers stabilisiert und vergrĂśĂert werden.cite-ref-83[83]cite-ref-84[84] So wurde zum Beispiel 2015 ein 1,2 Millionen Hektar groĂes Gebiet in Russland an der Grenze zu China zum Nationalpark erklärt. Daran war der WWF mit UnterstĂźtzung des Bundesumweltministeriums entscheidend beteiligt.cite-ref-85[85]
Der WWF kämpft seit Jahren mit Erfolg dafĂźr, das Pantanal vor potentiell umweltgefährdenden wasser- und straĂenbaulichen MaĂnahmen zu bewahren.cite-ref-86[86] Es handelt sich dabei um eines der grĂśĂten und artenreichsten Naturparadiese SĂźdamerikas.cite-ref-87[87] Vor allem das umstrittene Bauprojekt der WasserstraĂe ParanĂĄ-Paraguay wurde lange Zeit durch die Aktivitäten des WWF verhindert.cite-ref-88[88]cite-ref-89[89]cite-ref-90[90]
Der Umstand, dass der GroĂe Panda â das Wappentier des WWF â bis heute in freier Wildbahn Ăźberlebt hat, ist nicht zuletzt dem Einsatz des WWF zu verdanken. An diesem Beispiel zeigt sich aber auch exemplarisch die Unvollkommenheit vieler SchutzbemĂźhungen. Die Art wird seit April 2016 nur noch als gefährdet (âvulnerableâ) eingestuft.cite-ref-91[91]
Die vielfältigen Aktivitäten des WWF in Afrika haben beispielsweise zur Einrichtung der Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area beigetragen. Es handelt sich um das grĂśĂte Naturschutzgebiet des Kontinents.cite-ref-92[92]
Kampagnen
Seit seiner Grßndung hat der WWF eine Reihe globaler Initiativen gestartet, um bedeutende Schutzgebiete oder bedrohte Arten zu schßtzen. Nach eigener Aussage mÜchte der WWF durch Konzentration auf ausgewählte Regionen und Arten seine Mittel effektiver einsetzen.cite-ref-93[93] In der Regel bestimmten globale Initiativen fßr mehrere Jahre die Arbeit des WWF und seiner nationalen Sektionen. Auf der internationalen Website des WWF wurden Mitte 2015 folgende Initiativen ausgewiesen:
⢠Amazonas: Der WWF thematisierte immer wieder die Gefahr, bis 2030 kĂśnnten groĂe Teile des Amazonasbeckens zur Savanne werden.cite-ref-94[94] Der Regenwald wird sowohl durch Brandrodung als auch durch natĂźrliche Waldbrände bedroht, was unabsehbare Folgen fĂźr die Umwelt hat.cite-ref-95[95] Aufgrund dessen hat der WWF die âLiving Amazon Initiativeâ gegrĂźndet, die MaĂnahmen zum Schutz des Amazonas in seiner Gesamtheit definiert.cite-ref-96[96] Zum Beispiel setzt sich der WWF bei den Regierungen angrenzender Länder fĂźr einen effektiven Schutz ein.
⢠Arktis: Seit 1992 setzt sich der WWF in einer globalen Initiative fĂźr den stärkeren Schutz der Arktis ein. Dies betrifft vor allem den Schutz bedrohter Arten, deren Lebensraum sich aufgrund steigender Temperaturen und abschmelzenden Packeises verändert.cite-ref-97[97] Dazu zählen insbesondere die Eisbären.cite-ref-98[98] AuĂerdem beschäftigt sich der WWF beispielsweise mit den Gefahren des Tourismus in der Arktis.cite-ref-99[99] Der WWF und seine Sektionen unterhalten in allen anliegenden Staaten â mit Ausnahme von Island â eigene BĂźros.cite-ref-100[100]
⢠Borneo: Die Insel weist eine hohe biologische Vielfalt auf.cite-ref-101[101] Dort leben rund 1.200 Arten grĂśĂerer Tiere, darunter beispielsweise Orang-Utans.cite-ref-102[102] 2007 initiierte der WWF die âHeart of Borneo Initiativeâ. Dabei handelt es sich um eine Erklärung der Staaten Indonesien, Malaysia und Brunei zum Schutz des grĂśĂten asiatischen Regenwalds.cite-ref-103[103]
⢠China: Aufgrund des Wachstums der chinesischen Wirtschaft befasst sich der WWF mit den Auswirkungen auf die Umwelt.cite-ref-104[104] Seit 1981 unterhält die Organisation ein BĂźro in Hongkong, 1991 kam eine Niederlassung in Peking dazu.cite-ref-105[105] Unter anderem mahnte der WWF immer wieder an, die Ausbreitung des westlichen Lebensstils in China kĂśnne der Umwelt nachhaltig schaden.cite-ref-106[106] Beobachter sprachen in diesem Zusammenhang von einem âRaubbau an der Naturâ, der von einer starken Nachfrage nach Rohstoffen und Energie verursacht werde.cite-ref-107[107] Des Weiteren bemĂźht sich der WWF zum Beispiel um den Schutz des GroĂen Pandas,cite-ref-108[108] dem Wappentier der Organisation,cite-ref-109[109] und des Tigers.cite-ref-110[110]
⢠Fischerei: Der WWF tritt weltweit fĂźr nachhaltige Fischerei ein. Dies betrifft insbesondere die Arktis, den Indischen Ozean, den Pazifik, die Gewässer rund um den SĂźdkegel und andere internationale Gewässer.cite-ref-111[111] Der WWF kritisiert seit Jahren vor allem die Ăberfischung der Meere und fordert RĂźcksicht auf bedrohte Fischsorten.cite-ref-112[112]cite-ref-113[113]
⢠Himalaya: Die Gebirgskette erstreckt sich auf 2.500 Kilometern Länge Ăźber Bhutan, China, Indien und Nepal. Da der Himalaya eine groĂe Artenvielfalt aufweist und das Wetter in Asien maĂgeblich beeinflusst, engagiert sich der WWF fĂźr den Schutz von Natur und Umwelt in der Region ein.cite-ref-114[114] 2007 zählte der WWF die Himalaya-Gletscher anlässlich des UN-Klimaberichts zu den zehn Regionen, welche der Klimawandel am stärksten gefährdet.cite-ref-115[115] Im Mittelpunkt der Arbeit des WWF steht insbesondere der Ăśstliche Himalaya.cite-ref-116[116]
⢠Klimawandel: Es ist erklärtes Ziel des WWF, die Erwärmung der Erde auf 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum Jahr 1850 zu beschränken. Der WWF setzt sich fĂźr eine Entwicklung der Wirtschaft dahingehend ein, dass deren CO2-Emissionen bis 2050 auf ein absolutes Minimum reduziert sind.cite-ref-117[117] Der WWF betonte immer wieder, dass der Klimawandel bereits heute Naturkatastrophen sowohl in ihrer Häufigkeit als auch Dimension verstärkt.cite-ref-118[118] Neben hĂśherer Energieeffizienz unterstĂźtzt der WWF weltweit insbesondere die Produktion von Ăkostrom.cite-ref-119[119] 2015 startete der WWF auf iversity einen Online-Kurs zum Thema.cite-ref-120[120]
⢠Kongobecken: Der WWF bezeichnet die Region als das âgrĂźne Herzâ des afrikanischen Kontinents. Dort befindet sich nach dem Amazonas der weltweit zweitgrĂśĂte Regenwald.cite-ref-121[121] Zwischen 1990 und 2000 gingen jedoch rund 91.000 Quadratkilometer verloren.cite-ref-122[122] Der WWF mĂśchte dazu beitragen, dass diese Entwicklung aufgehalten wird. Neben eigenen MaĂnahmen unterstĂźtzt er zum Beispiel die Arbeit des FSC in der Region.cite-ref-123[123] AuĂerdem macht sich der WWF fĂźr bedrohte Tierarten im Kongobecken stark, dort lebt zum Beispiel der Berggorilla.cite-ref-124[124]
⢠Korallendreieck: Das Meeresgebiet erstreckt sich ßber sechs Millionen Quadratkilometer. Nach Aussage des WWF leben dort ßber drei Viertel aller Korallen-, viele SchildkrÜten- und tausende Fischarten.cite-ref-125[125] Verschiedene Faktoren bedrohen das Korallendreieck, zum Beispiel warnte der WWF 2001 vor der Belastung des Great Barrier Reef mit Pestiziden.cite-ref-126[126] Der WWF fÜrdert hier zum Beispiel nachhaltige Fischerei.cite-ref-127[127] Des Weiteren hilft er bei der Einrichtung und Finanzierung neuer Schutzgebiete.cite-ref-128[128]
⢠Ostafrika: Die Kßste der Region Ostafrika verläuft auf 4.500 Kilometern Länge von Somalia im Norden bis Sßdafrika im Sßden. Die BevÜlkerung der angrenzenden Länder wird sich bis 2030 verdoppeln, weshalb sich der WWF mit den Auswirkungen auf die Umwelt beschäftigt.cite-ref-129[129] Zum Beispiel wurde 2009 gewarnt, die Serengeti kÜnne austrocknen. Damit wären etwa 1,3 Millionen Huftiere wie Gnus oder Antilopen direkt bedroht.cite-ref-130[130] 15 Prozent der Arten, die entlang der ostafrikanischen Kßste leben, sind weltweit einmalig.cite-ref-131[131]
⢠Tiger: Der WWF setzt sich seit seiner Grßndung fßr den Schutz des Tigers ein.cite-ref-132[132] Er initiierte die internationale Tigerschutzkonferenz 2010 in Moskau. Dort wurde beschlossen, die Zahl der wilden Tiger bis zum Jahr 2022 um 100 Prozent zu steigern.cite-ref-133[133] Andernfalls kÜnne der Tiger bis dahin ausgestorben sein, so der WWF.cite-ref-134[134]
⢠Wälder: Der WWF fĂśrdert weltweit die nachhaltige Forstwirtschaft, unter anderem in den Staaten Kolumbien, dem Kongo, Guyana, Indonesien und Peru. Dabei geht der WWF von der Prämisse aus, dass durch die ZerstĂśrung von Wäldern groĂe Mengen von Treibhausgasen freigesetzt werden, was wiederum den Klimawandel beschleunigt.cite-ref-135[135] Die Arbeit des WWF wird dabei maĂgeblich vom REDD-Programm bestimmt, das anlässlich der UN-Klimakonferenz 2007 auf Bali vorgestellt wurde.cite-ref-136[136]
⢠Wirtschaft: Die Natur- und Umweltschutzorganisation arbeitet mit groĂen Unternehmen zusammen, um die umweltfreundliche Herstellung von Lebensmitteln und beliebigen anderen Produkten zu fĂśrdern. Dies betrifft insbesondere Holz und Papier, PalmĂśl, Baumwolle, Biokraftstoffe, Aquakulturen und Fischerei, Zuckerrohr, Soja und Rinder.cite-ref-137[137] 2009 startete der WWF die globale âMarket Transformation Initiativeâ, welche insbesondere die Produktion und den Vertrieb weicher Rohstoffe umweltfreundlich gestalten will.cite-ref-138[138]
⢠Plastikmßll in den Ozeanen: Um auf die drohende Umweltkatastrophe in den Weltmeeren hinzuweisen, der zufolge es bis 2050 mehr Plastik im Meer geben wird als Fisch, bediente sich der WWF 2018 eines makabren Aprilscherzes: Er verÜffentlichte ein Video, das Eselspinguine angeblich auf einer Plastikmßllinsel im Pazifik, westlich der Pitcairninseln, zeigt. Bei diesem Video handelt es sich um eine Bildmontage.cite-ref-139[139]
Besonders die Zusammenarbeit mit Unternehmen bringt dem WWF immer wieder Kritik ein.cite-ref-140[140] Vertreter der Organisation verteidigen sich gegen VorwĂźrfe der Wirtschaftsnähe mit dem Argument, Demonstrationen seien alleine nicht ausreichend.cite-ref-141[141] Es mĂźsse jemand da sein, der âdie Unternehmen herausfordertâ, äuĂerte zum Beispiel der Vorstand des WWF Deutschland.cite-ref-142[142] Der Schweizer Publizist und Journalist Alex Reichmuth urteilte 2012 in der Weltwoche, die Kritik am WWF ziele ins Leere. âNaturräume kĂśnnen nur zusammen mit der Wirtschaft erhalten werdenâ, konstatierte Reichmuth. Ungeachtet der Debatten um die Arbeit des WWF wird sie international Ăźberwiegend positiv bewertet. 2012 wählte zum Beispiel das Magazin âThe Global Journalâ den WWF auf Platz 23 der 100 besten NGOs. Er war damit die am besten platzierte Natur- und Umweltschutzorganisation.cite-ref-143[143]
Schutzgebiete
Der WWF benennt weltweit Gebiete, die seiner Ansicht nach besonderen Schutz verdienen. Insgesamt existieren derzeit 35 sogenannte âpriorisierte Orteâ (âpriority placesâ). Der WWF ist dort nicht Ăźberall selbst aktiv, beschränkt seine Arbeit aber auch nicht notwendigerweise nur auf diese Gebiete.cite-ref-144[144] Ende der 1990er Jahre verĂśffentlichte der WWF unter dem Titel Global 200 eine âWeltkarte des Lebensâ.cite-ref-145[145]cite-ref-146[146] Dabei handelt es sich um eine Liste Ăśkologischer SchlĂźsselregionen, in denen sich ein wesentlicher Teil der biologischen Vielfalt der Erde befindet.cite-ref-147[147]cite-ref-148[148] Die nationale WWF-Sektion in den Vereinigten Staaten stellte 2001 ein vergleichbares Modell weltweiter Ăkoregionen aus Naturschutzsicht vor. Die sogenannten WWF-Ăkoregionen basieren auf einer Kombination verschiedener biogeographischer Konzepte.cite-ref-149[149]
Bedrohte Arten
Der WWF definiert eine Reihe wichtiger Arten, die von besonderer Bedeutung fĂźr das Ăkosystem sind.cite-ref-150[150] 2015 gehĂśrten unter anderem folgende Tiere und Pflanzen zu den sogenannten âpriorisierten Artenâ (âpriority speciesâ): Albatrosse, Antilopen, Baumkängurus, Buntbarsche, Delfine, Eisbären, Elefanten, Felskängurus, Ginseng, Gonystylus, GroĂe Pandas, Haie, Kabeljau, Kakteengewächse, Korallen, Korea-Kiefern, Korkeichen, Leoparden, Lippfische, LĂśffelstĂśre, Mahagonigewächse, Menschenaffen, NashĂśrner, Riesenwildschafe, Salmo, SchildkrĂśten, Schneeleoparden, Schwertfische, Seelachse, Speerfische, StĂśre, Teakbäume, Thunfische, Tiger und Wale. Obwohl der WWF Erfolge beim Artenschutz erkannte,cite-ref-151[151] warnte die Organisation mehrfach vor dem grĂśĂten Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier.cite-ref-152[152]cite-ref-153[153] Dies habe Auswirkungen auf den gesamten Planeten.cite-ref-154[154]
Organisation
Der WWF (âWWF Internationalâ) fĂźhrt und koordiniert die Arbeit der Naturschutzorganisation weltweit, einschlieĂlich der regionalen BĂźros (âWWF Netzwerkâ).cite-ref-155[155] Die Satzung wurde zuletzt 2009/2010 geändert und definiert als zentralen Zweck den Erhalt der natĂźrlichen Umwelt und ihrer Ăśkologischen Prozesse (âto conserve the natural environment and ecological processes worldwideâ). Laut Satzung sammelt der WWF International Spenden und fĂśrdert das Verständnis fĂźr Natur- und Umweltschutz.cite-ref-156[156] Der Verhaltenskodex des WWF stellt im ersten Punkt klar, dass die Organisation weltweit, unabhängig, multikulturell und Ăźberparteilich arbeitet.cite-ref-157[157] Gemäà der Satzung besitzt der WWF International folgende Organe:
⢠WWF International Board (âStiftungsratâ): Er setzt sich aus zwĂślf Trustees sowie einem Präsidenten zusammen und bildet das oberste Gremium der Organisation. Das Board ist ehrenamtlich tätig, ernennt und entlässt den Director General und koordiniert die Strategie des WWF.
⢠WWF Council (âBeiratâ): Er besteht aus Vertretern â in der Regel dem Vorsitzenden oder Präsidenten â aller nationalen Sektionen und assoziierten Organisationen. Das Council berät das International Board, insbesondere was gemeinsame Projekte und Kampagnen betrifft.
Zusätzlich zu den in der Satzung definierten Organen existiert noch âThe Assemblyâ der GeschäftsfĂźhrer nationaler Sektionen und assoziierter Organisationen. Neun Vertreter des Gremiums bilden wiederum das sogenannte âNetwork Executive Committeeâ. Dieses bildet vier themenspezifische Arbeitsgruppen: Das âConservation Committeeâ, âGlobal Partnerships Committeeâ, âCommunications and Marketing Committeeâ und das âOperations and Network Development Committeeâ. Die organisatorische und programmatische FĂźhrungsstruktur des WWF wurde in der heutigen Form im Jahr 2009 etabliert.cite-ref-158[158]
Im Juli 2023 wurde der Umweltforscher Adil Najam, zum Präsidenten des WWF ernannt.cite-ref-presidents-159-0[159] Die operative Leitung obliegt seit 2023 dem Director General Kirsten Schuijt. Ihr Vorgänger Marco Lambertini ist weiterhin als Sondergesandter fßr den WWF aktiv.cite-ref-160[160]
GrĂźndungsmitglieder
An der GrĂźndung des WWF waren Industrielle, NaturschĂźtzer und Wissenschaftler beteiligt.cite-ref-161[161] Dazu zählten zum Beispiel Luc Hoffmann, Julian Huxley, Guy Mountfort, Max Nicholson, Peter Markham Scott und Victor Stolan. Die meisten Mitglieder des Stiftungsrats stammten aus dem Umfeld der Weltnaturschutzunion IUCN. Als erster Präsident sollte eine âherausragende Figur des Ăśffentlichen Lebensâ gewonnen werden. Zunächst sollte Philip, Duke of Edinburgh, die Position Ăźbernehmen. Er lehnte dies jedoch mit Verweis auf seine anderen Engagements ab und unterstĂźtzte anschlieĂend den WWF GroĂbritannien. Stattdessen wurde Prinz Bernhard der Niederlande fĂźr die Aufgabe gewonnen, nachdem deutlich gemacht wurde, dass mit der Präsidentschaft keine geschäftsfĂźhrende Tätigkeit verbunden sei. Im Juni 1962 traten beide Prinzen im Rahmen einer Veranstaltung im Waldorf Astoria New York erstmals gemeinsam fĂźr den WWF auf.cite-ref-162[162]
Generaldirektoren
⢠1962â1975: Fritz Vollmar, Schweizer Journalist, arbeitete zum Beispiel fĂźr das Internationale Komitee des Roten Kreuzescite-ref-163[163]
⢠1975â1993: Charles de Haes, belgischer Jurist und Ăkonom, wirkte an der GrĂźndung des âClub der 1001â mitcite-ref-164[164]
⢠1993â2005: Claude Martin, Schweizer Biologe, Mitglied des âChina Council for International Cooperation on Environment and Developmentâcite-ref-165[165]
⢠2005â2014: James P. Leape, US-amerikanischer Jurist, wirkte am Umweltgesetz der USA mit und beriet das Umweltprogramm der Vereinten Nationencite-ref-166[166]
⢠2014â2023: Marco Lambertini, italienischer Chemiker, wirkte an der GrĂźndung des Nationalparks Toskanischer Archipel mit und war CEO von BirdLife Internationalcite-ref-167[167]
⢠seit 2023: Kirsten Schuijt, zuvor Geschäftsfßhrerin des WWF-Niederlande
Präsidenten
⢠1962â1976: Prinz Bernhard der Niederlande, sammelte mit dem âClub der 1001â den finanziellen Grundstock des WWFcite-ref-168[168]
⢠1976â1981: John H. Loudon, Mitglied des âClub der 1001â und ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Royal Dutch Shellcite-ref-169[169]
⢠1981â1996: Philip, Duke of Edinburgh, seit 1961 Präsident des WWF GroĂbritannien und bis zu seinem Tod 2021 WWF-Ehrenpräsidentcite-ref-170[170]
⢠1996â1999: Syed Babar Ali, Geschäftsmann und ehemaliger Finanz- und Wirtschaftsminister von Pakistancite-ref-171[171]
⢠2000: Ruud Lubbers, Politiker, Ăkonom und ehemaliger Premierminister der Niederlande von 1982 bis 1994cite-ref-172[172]
⢠2000â2001: Sara Morrison, Mitglied des âRound Table for Sustainable Developmentâ und âCouncil of the Family Policy Studies Centreâcite-ref-173[173]
⢠2002â2009: Emeka Anyaoku, nigerianischer AuĂenminister im Jahr 1983 und Generalsekretär des Commonwealth von 1990 bis 1999cite-ref-174[174]
⢠2010â2017: Yolanda Kakabadse, ehemalige Umweltministerin von Ecuador, Präsidentin der Weltnaturschutzunion (IUCN) und GrĂźnderin der Fundacion Naturacite-ref-175[175]
⢠2021â2023: Neville Isdell, ehemaliger CEO der Coca-Cola Company
⢠seit 2023: Adil Najam, Umweltforscher und Experte auf dem Gebiet des Klimawandelscite-ref-presidents-159-1[159]
Finanzen
2014 beliefen sich die Einnahmen des WWF auf rund 656,6 Millionen Euro. Davon stammte die ßberwiegende Mehrheit (358 Millionen Euro) aus Spenden und Erbschaften natßrlicher Personen. Auf den Üffentlichen Sektor entfielen 120 Millionen Euro, auf Unternehmen 54 Millionen Euro und auf Trusts und Stiftungen 48 Millionen Euro. Mit regulärer Geschäftstätigkeit und Finanzanlagen nahm der WWF 60 Millionen Euro ein.cite-ref-annual-review-2014-3-2[3]
2014 gab der WWF rund 627,7 Millionen Euro aus. Das meiste Geld (337 Millionen Euro) floss in die internationalen Natur- und Umweltschutz-Projekte des WWF und seiner Sektionen. In die Aufklärungsarbeit wurden 72 Millionen Euro investiert, in die anderen Bildungsaktivitäten 16 Millionen Euro. Die âConservation Policyâ des WWF schlug mit 33 Millionen Euro zu Buche, die Trade Records Analysis of Flora and Fauna in Commerce (TRAFFIC) mit drei Millionen Euro. Auf den Bereich Finanzen und Verwaltung entfielen 58 Millionen, was rund 9 % entspricht. FĂźr das Fundraising gab der WWF 106 Millionen Euro aus.cite-ref-annual-review-2014-3-3[3]
Sektionen
Nach der GrĂźndung zählte es zu den wichtigsten Zielen des WWF, nationale Vertretungen aufzubauen. Diese sollten sowohl Spenden sammeln, als auch die Organisation bekannter machen. Informations- und Werbematerialien wurden von Beginn an so gestaltet, dass die problemlos in andere Sprachen Ăźbersetzt werden konnten. In den ersten zehn Jahren seines Bestehens entstanden insgesamt 21 sogenannte ânational appealsâ (ânationale Sektionenâ), die ersten drei Organisationen wurden in GroĂbritannien, den Vereinigten Staaten und der Schweiz 1961 eingerichtet.cite-ref-178[178] Die einzelnen Sektionen entwickelten unterschiedliche Methoden fĂźr das Fundraising. Die Vereinbarungen zwischen dem WWF und seinen nationalen Sektionen sahen in der Regel vor, dass zwei Drittel der eingeworbenen Mittel fĂźr internationale Projekte und ein Drittel fĂźr lokale Umweltschutzaufgaben verwendet werden sollten.cite-ref-179[179]
Nach dem Vorbild des WWF änderten auch die nationalen Organisationen ab 1986 ihren Namen von âWorld Wildlife Fundâ in âWorld Wide Fund For Natureâ, lediglich die Sektionen in den Vereinigten Staaten und Kanada fĂźhren den Namen weiter.cite-ref-180[180] Neben der Mittelakquise ist es heute Aufgabe der Sektionen, neben Naturschutzprojekten vor Ort die wissenschaftliche Forschung zu unterstĂźtzen und nationale und internationale Stakeholder in Umweltfragen zu beraten. Insgesamt unterhält der WWF heute BĂźros in 31 Ländern.cite-ref-181[181] Dazu kommen weitere regionale Vertretungen, etwa bei der Europäischen Union oder der US-Regierung.cite-ref-182[182] Im deutschsprachigen Raum existieren drei nationale Sektionen:
WWF Deutschland
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Hauptartikel
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WWF Deutschland
Der WWF Deutschland ist eine gemeinnĂźtzige deutsche Stiftung bĂźrgerlichen Rechts mit Sitz in Berlin, die 1963 in Bonn als Verein zur FĂśrderung des World Wildlife Fund gegrĂźndet wurde.cite-ref-183[183] Der WWF Deutschland bildete die fĂźnfte nationale Sektion des World Wide Fund For Nature.cite-ref-184[184] 1978 wurde der Sitz von Bonn nach Frankfurt am Main verlegt, wo die erste Geschäftsstelle angesiedelt war.cite-ref-185[185] 2003 wurde eine Niederlassung in Berlin in Betrieb genommen,cite-ref-186[186] wo sich seit 2008 der Hauptsitz des WWF Deutschland befindet.cite-ref-187[187] Neben den BĂźros in Berlin, Frankfurt am Main und MĂźnchen unterhält der WWF Deutschland diverse AuĂenstellen und ProjektbĂźros, etwa in Dessau, Hamburg, Husum, MĂślln, Stralsund und Weilheim.cite-ref-188[188] Gemäà der Satzung besitzt WWF Deutschland einen Vorstand, welcher die GeschäftsfĂźhrung ausĂźbt, sowie den Stiftungsrat.cite-ref-189[189]
WWF Ăsterreich
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Hauptartikel
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WWF Ăsterreich
Der WWF Ăsterreich ist ein gemeinnĂźtziger Verein mit Sitz in Wien-Ottakring.cite-ref-190[190] Anlass fĂźr die GrĂźndung im Jahr 1963 war in erster Linie der Schutz der Langen Lacke, dem grĂśĂten von 40 salzhaltigen Seen im burgenländischen Seewinkel, sowie der umgebenden Pusztafläche.cite-ref-191[191] Zu den bekanntesten Projekten der Organisation zählt die Ansiedlung von Braunbären in der Region um den Ătscher in NiederĂśsterreich,cite-ref-192[192] deren Population zwischenzeitlich auf 25 bis 30 Tiere wuchs.cite-ref-193[193] Im Unterschied zu anderen nationalen Sektionen des WWF, die sich in den 1970er Jahren in eine Stiftung umgewandelt haben,cite-ref-194[194] arbeitet WWF Ăsterreich bis heute als Verein. Der WWF Ăsterreich hat folgende Organe: die Delegiertenversammlung, das Mitgliederforum, die GeschäftsfĂźhrung, den Aufsichtsrat sowie Beiräte und andere gesetzlich vorgeschriebene Gremien.cite-ref-195[195]
WWF Schweiz
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Hauptartikel
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WWF Schweiz
Der WWF Schweiz ist eine gemeinnßtzige Stiftung mit Sitz in Zßrich, die 1961 als dritte nationale Sektion des World Wide Fund For Nature ins Leben gerufen wurde.cite-ref-196[196] Der Hauptsitz befindet sich im Zßrcher Stadtkreis Aussersihl, zusätzlich existieren Zweigstellen in der Romandie (Lausanne) sowie im Kanton Tessin (Bellinzona).cite-ref-197[197] Als Rechtsform wurde zunächst der Verein nach Schweizer Recht gewählt,cite-ref-198[198] erst 1972 wurde er nach dem Vorbild anderer Sektionen in eine Stiftung umgewandelt.cite-ref-199[199] Oberstes Organ des WWF Schweiz bildet der Stiftungsrat, der die Geschäftsleitung wählt und beaufsichtigt. Im Gegensatz zu anderen Ländern besitzt der WWF Schweiz eine fÜderale Struktur: Neben der Stiftung existieren in jedem Kanton rechtlich selbständige Sektionen, die sich wiederum in regionale Gruppen aufgliedern kÜnnen.cite-ref-200[200]
Kritik
Einsatz von Gewalt
1987 Ăźbergab der WWF der Regierung von Simbabwe einen Hubschrauber, mit dem die Wilderei im Land bekämpft werden sollte. Der WWF geriet in die Kritik, nachdem bekannt wurde, dass der Hubschrauber fĂźr sogenannte Shoot-to-kill-Aktionen eingesetzt wurde. Dabei werden der Wilderei verdächtige Personen gezielt erschossen. Nach Medienberichten wurden zwischen Februar 1987 und April 1989 auf diese Weise fast 60 Wilderer getĂśtet. Die Bereitstellung des Hubschraubers entwickelte sich zu einem Desaster fĂźr den WWF, nachdem der Guardian darĂźber berichtet hatte.cite-ref-201[201] In der anschlieĂenden Debatte wurde vor allem der Konflikt zwischen Menschenrechten und Tierschutz thematisiert. Der WWF wurde von diversen Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen fĂźr seine Spende an die Regierung von Simbabwe kritisiert. Der WWF erwiderte in einer Stellungnahme, es sei niemals beabsichtigt gewesen, den Hubschrauber als Gunship einzusetzen.cite-ref-202[202] Dieser Darstellung widersprach der US-amerikanische Journalist Raymond Bonner. Er verwies darauf, dass vor der Ăbergabe des Hubschraubers innerhalb des WWF heftige Debatten Ăźber seinen Einsatzzweck gefĂźhrt worden waren.cite-ref-203[203] In den folgenden Jahren fĂźhrte der Fall zu einem Umdenken beim WWF. 2002 erklärte zum Beispiel ein Vertreter des WWF Deutschland im Zusammenhang mit Shoot to kill, es wĂźrden grundsätzlich keine Waffen finanziert.cite-ref-204[204]
Anfang der 1990er Jahre wurde bekannt, dass der WWF an der Operation Lock beteiligt war. Ihr Zweck war es, Organisationen in Sßdafrika zu unterwandern, die Handel mit Elfenbein und NashÜrnern trieben. Die Ermittlungen sollten helfen, illegale Geschäfte zu verhindern.cite-ref-205[205] Dafßr wurde die private Sicherheitsfirma KAS Enterprises beauftragt, fßr die viele ehemalige Mitglieder des Special Air Service arbeiteten.cite-ref-206[206] Bernhard Prinz der Niederlande finanzierte die Operation unter der Voraussetzung, dass sich der WWF daran nicht beteilige. Einige Beobachter gehen davon aus, dass eine Verbindung zwischen der Operation Lock und dem WWF so gezielt verschleiert wurde.cite-ref-207[207] Später wurden Verbindungen zwischen KAS und dem sßdafrikanischen Geheimdienst bekannt, in denen die Destabilisierungspolitik des Apartheid-Regimes gegenßber benachbarten Staaten eine Rolle spielte.cite-ref-208[208]
2019 berichteten Reporter von BuzzFeed erneut ßber massive Vorwßrfe. WWF-AngehÜrige sollen Milizen unterhalten und diese auch ausrßsten und ausbilden. Durch Milizen und Ranger, mit denen der WWF zusammenarbeitet, soll es zu Folterungen, TÜtungen und Gruppenvergewaltigungen in verschiedenen Ländern Afrikas und Asiens gekommen sein.cite-ref-209[209]cite-ref-210[210]cite-ref-211[211] Diese Vorwßrfe werden nun von einer externen UNO-Kommission untersucht.cite-ref-212[212]
Zusammenarbeit mit Unternehmen
Durch die Nähe der GrĂźnder des WWF zur Industrie kamen GroĂspenden von Anfang an eine bedeutende Rolle zu. Eine der ersten GroĂspenden in HĂśhe von 10.000 Pfund erhielt der WWF nach seiner GrĂźndung im Jahr 1961 vom Energieunternehmen Royal Dutch Shell. Obwohl das Buch Der stumme FrĂźhling eine breite Debatte Ăźber den Einsatz von Pestiziden auslĂśste, bezog der WWF keine Stellung in der Diskussion. Nach einem Bericht der Neuen ZĂźrcher Zeitung schwieg der WWF auf Anraten des Unternehmens zu den Ăśkologischen Problemen von Pflanzenschutzmitteln.cite-ref-213[213] Von 1977 bis 1981 war der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, John H. Loudon, Präsident des WWF.
Während einige Beobachter die Zusammenarbeit des WWF mit Unternehmen positiv beurteilen,cite-ref-214[214] wird der Organisation von anderer Seite vorgeworfen, zu eng mit der Wirtschaft und politischen Entscheidern zu kooperieren und damit ihren eigentlichen Zielen nicht mehr gerecht zu werden.cite-ref-215[215] Zum Beispiel kritisieren viele Natur- und Umweltschutzorganisationen die Teilnahme des WWF am Runden Tisch fĂźr verantwortungsbewusstes Soja (Round Table on Responsible Soy, RTRS), weil ihm Agrar-, Chemie- und Gentechnikkonzerne sowie Rohstoffhändler angehĂśren.cite-ref-216[216] Der RTRS beschloss in seinen Richtlinien, dass gentechnisch verändertes Soja als âverantwortungsbewusstâ etikettiert werden kann, obwohl der WWF beziehungsweise seine deutsche Sektion den Einsatz gentechnisch veränderter Organismen strikt ablehnt.cite-ref-217[217]cite-ref-218[218] 2011 forderte zum Beispiel der Deutsche Naturschutzring den WWF in einem Protestbrief auf, den RTRS zu verlassen. Der Verband kritisierte, dass âder WWF den Konzernen hilftâ und anderen Organisationen in den RĂźcken falle.cite-ref-219[219] Der WWF lasse sich von diversen Firmen vor den Karren spannen, äuĂerte Greenpeace.cite-ref-220[220]
2010 berichteten Arno Schumann und Wilfried Huismann in der Dokumentation Lachsfieber Ăźber eine Kooperation zwischen dem WWF Norwegen und Marine Harvest, dem weltweit grĂśĂten Hersteller von Zuchtlachs.cite-ref-221[221]cite-ref-222[222] Das Unternehmen spendete jährlich 100.000 Euro an den WWF und durfte mit dem Logo der Organisation werben. Verbindliche Verbesserungen habe der WWF mit Marine Harvest nach Angaben der Dokumentation nicht vereinbart. Sie wurde im März 2010 erstmals im Ersten ausgestrahlt.cite-ref-223[223]
Seit 2002 kooperiert der WWF Deutschland mit der Krombacher Brauerei. Das Unternehmen warb damit, Projekte des WWF zu unterstĂźtzen.cite-ref-224[224] Zum Beispiel wurde 2011 mit dem Krombacher Klimaschutz-Projekt der Erhalt und die Renaturierung tropischer Torfmoorwälder auf Borneo finanziert.cite-ref-225[225] 2008 entschied ein Gericht, dass die Werbung mit der Zusammenarbeit eine IrrefĂźhrung der Verbraucher darstellt und wettbewerbsrechtlich zu beanstanden ist. Das Gericht vertrat unter anderem die Ansicht, die HĂśhe der Spenden von Krombacher an den WWF wäre nicht ausreichend, um einen Quadratmeter Regenwald zu retten.cite-ref-226[226] Des Weiteren warfen Kritiker der Brauerei und dem WWF mangelnde Transparenz bei der Finanzierung und âAugenwischereiâ vor. Der WWF betreibe ein Umweltmarketing, das vor allem auf den Produktverkauf und weniger auf ein dauerhaftes Engagement gerichtet sei.cite-ref-227[227] Allerdings hob der Bundesgerichtshof das Verbot der Werbung von Krombacher im Jahr 2006 wieder auf: Nach Meinung des Gerichts dĂźrften Unternehmen ihre Produkte grundsätzlich mit der Werbung fĂźr Projekte im Bereich Umweltschutz verknĂźpfen. FĂźr Verbraucher bestehe der Kaufanreiz darin, dass sie durch den Erwerb der Ware die beworbenen Projekte und deren Ziele unterstĂźtzen kĂśnnten.cite-ref-228[228]
Im Jahr 2011 war Jochen Lamp, Leiter des WWF-OstseebĂźros, auch Vorsitzender der Naturschutzstiftung Deutsche Ostsee, die wiederum von der Nord Stream AG unterstĂźtzt wurde.cite-ref-229[229] Während der WWF unter Lamp den Bau einer umstrittenen Gaspipeline von Russland nach Deutschland durch Nord Stream aktiv mit Hilfe von Gerichtsverfahren blockierte, erzielte Nord Stream eine auĂergerichtliche Einigung mit der Naturschutzstiftung Deutsche Ostsee. Die Einigung sah eine Ăberweisung von 10 Millionen Euro vor. Der WWF zog seine Klage daraufhin zurĂźck.cite-ref-230[230]cite-ref-231[231]cite-ref-232[232]
Im Mai 2012 verĂśffentlichte Der Spiegel einen Bericht unter dem Titel Kumpel der Konzerne. Darin wird der WWF beschuldigt, er unterlaufe seine eigenen Standards. Vielen komme der WWF wie ein âKomplize der Konzerneâ vor, der fĂźr Spenden und kleine Zugeständnisse die âLizenz zur ZerstĂśrung der Naturâ erteile.cite-ref-233[233] Laut Neues Deutschland sei die Geschichte des WWF auch eine âGeschichte von Skandalenâ.cite-ref-234[234] Ăhnliche VorwĂźrfe des Greenwashing lassen sich auch zu anderen Organisationen und Labels finden, an denen der WWF beteiligt ist. Das betrifft etwa das Forest Stewardship Council (FSC), Marine Stewardship Council (MSC) und Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO).cite-ref-235[235]
Auch in den Folgejahren wurde den WWF mehrfach Greenwashing vorgeworfen, unter anderem bei der Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank.cite-ref-236[236]
Kontroverse Ăźber Investitionen in fossile Brennstoffe
Investigativer Journalismus des NBC und später Naomi Klein deckten 2008 bzw. 2013 auf, dass der WWF millionenschwere Investitionsverträge in Ăl-, Gas-, Kohle- und Teersandprojekte abgeschlossen hatte und davon profitierte. Als der WWF damit konfrontiert wurde, zog er sich nicht zurĂźck. Er gab an, dass er mindestens bis 2020 warten wĂźrde, um sich aus einigen der fossilen Brennstoffprojekte zurĂźckzuziehen, da ein frĂźherer Ausstieg fĂźr ihn mit Verlusten verbunden wäre.cite-ref-237[237] Der WWF spricht sich international nicht generell gegen fossile Brennstoffe aus, sondern engagiert sich fĂźr eine, wie er es intern nennt, âverantwortungsvolle Entwicklungâ fossiler Brennstoffe.cite-ref-238[238]
âDer Pakt mit dem Pandaâ
â
Hauptartikel
:
Der Pakt mit dem Panda
Im Juni 2011 sendete Das Erste die Dokumentation Der Pakt mit dem Panda: Was uns der WWF verschweigt von Wilfried Huismann.cite-ref-239[239] Es handelte sich um eine Koproduktion von SWR und WDR.cite-ref-240[240] Bereits vor der Erstausstrahlung lÜste der Film eine Kontroverse aus.cite-ref-241[241] Kritisiert wird unter anderem, dass der WWF zusammen mit Agrarkonzernen wie Monsanto an Runden Tischen fßr Soja (RTRS) und PalmÜl (RSPO) sitze. Unternehmen mit teilweise umweltschädlichen Praktiken kÜnnten sich hier des Wohlwollens der Umweltschßtzer sicher sein. Ferner setze sich die Organisation fßr die Verbreitung von genetisch verändertem Saatgut ein.cite-ref-242[242]cite-ref-243[243]
Der WWF wies die VorwĂźrfe in einem âFaktencheckâ auf seiner Website zurĂźck. Es gehe beispielsweise bei den Runden Tischen darum, Zugeständnisse von Unternehmen zu erreichen, die Ăźber gesetzliche Vorgaben hinausgehen. Zudem vertrete der WWF die Position, Gentechnik sei so lange abzulehnen, wie deren Unbedenklichkeit nicht bewiesen sei.cite-ref-244[244] Nachdem keine Einigung mit dem SWR und WDR hinsichtlich der VorwĂźrfe erreicht werden konnte, legte der WWF Deutschland Rechtsmittel ein. Die juristische Auseinandersetzung mĂźndete im November 2013 in das Hauptsacheverfahren.cite-ref-245[245] Das Landgericht KĂśln gab dem WWF Deutschland in insgesamt fĂźnf von sechs beanstandeten Punkten Recht. Die Berufung von WDR und SWR wies das KĂślner Oberlandesgericht im Dezember 2014 zurĂźck, eine Revision wurde nicht zugelassen. Damit ist es den Sendern unter Strafandrohung untersagt, die entsprechenden Aussagen aus der Dokumentation zu wiederholen. Das Gericht beurteilte unter anderem die Aussagen, der WWF erhalte âHonorare fĂźr das GrĂźnwaschen einer zerstĂśrerischen Produktionâ oder befĂźrworte eine âVerdoppelung der bereits fĂźr den Sojaanbau verbrauchten Fläche des Chaco im Norden Argentiniensâ, als falsch.cite-ref-246[246] Der Sender und Huismann hätten âder ihnen abzuverlangenden pressemäĂigen Sorgfaltspflichtâ nicht genĂźgt.cite-ref-247[247]
âSchwarzbuch WWFâ
Im April 2012 erschien unter dem Titel Schwarzbuch WWF ein Sachbuch von Wilfried Huismann im GĂźtersloher Verlagshaus, das Teil der Verlagsgruppe Random House ist. Darin wiederholte der Autor im Wesentlichen die VorwĂźrfe aus Der Pakt mit dem Panda, weshalb es zum Beispiel die taz als das âBuch zum Filmâ bezeichnete.cite-ref-248[248] Es wird insbesondere die Nähe des WWF zur Industrie, dessen koloniale Vergangenheit und Intransparenz sowie seine Beteiligung an Ăśkologisch umstrittenen Projekten kritisiert.cite-ref-249[249] Die Zusammenarbeit mit GroĂkonzernen bezeichnet Huismann als âgrĂźnen Ablasshandelâ.cite-ref-250[250] Die Natur- und Umweltschutzorganisation arbeite mit den âschlimmsten UmweltsĂźndern des Planetenâ zusammen.cite-ref-251[251]cite-ref-252[252] Der WWF sitze in verschiedenen Gremien, die Konzernen Zertifikate fĂźr nachhaltige Produktion verliehen, während diese Urwälder vernichteten und die Umwelt vergifteten.cite-ref-253[253] Unter den Projekten fĂźr Tiger, Gorillas und andere litten die indigenen VĂślker. Sie wurden aus ihren angestammten Gebieten vertrieben.cite-ref-254[254]
Die Ăśffentliche Debatte um das Schwarzbuch WWF traf insbesondere auch den WWF Deutschland.cite-ref-255[255] Dieser erklärte, das Buch von Wilfried Huismann enthalte âeine Vielzahl halbwahrer oder sogar falscher Aussagenâ. Diese beruhten entweder auf ungenauen Recherchen oder seien sogar bewusst falsch. Der WWF bestritt ausdrĂźcklich, âindustrienahâ zu sein.cite-ref-256[256] Die Organisation freue sich Ăźber âjede konstruktive Anregungâ. Allerdings sei zwischen der Debatte um erfolgreichen Natur- und Umweltschutz und âgrundlegenden Falschaussagenâ, die der Sache schadeten, zu unterscheiden.cite-ref-257[257]cite-ref-258[258] Der WWF Deutschland wandte sich an mehrere Buchhändler, woraufhin Amazon, Weltbild, Libri und andere Anbieter das Schwarzbuch WWF freiwillig aus dem Programm nahmen. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und ein Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion kritisierten die âSelbstzensurâ der genannten Unternehmen.cite-ref-259[259] Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (DJU) warf WWF einen ânicht akzeptablen Versuch rechtlich zweifelhafter EinschĂźchterungsversucheâ vor und unterstĂźtzte ausdrĂźcklich Huismann, der Mitglied der Gewerkschaft ist.cite-ref-260[260] Osiander und eBuch behielten das Buch demonstrativ im Programm und machten in ihren eigenen Filialen gezielt darauf aufmerksam.cite-ref-261[261] Auch Ăźber den Direktvertrieb der Verlagsgruppe Random House war es weiterhin lieferbar.cite-ref-262[262]
Im Juni 2012 gab das Landgericht KĂśln einem von 14 Unterlassungsbegehren des WWF statt. Das betraf Aussagen einer WWF-Mitarbeiterin, die Wilfried Huismann fĂźr eine Dokumentation und nicht fĂźr das Buch befragt hatte.cite-ref-263[263] Die betreffende Stelle musste in der nächsten Auflage geändert werden.cite-ref-264[264] Das Gericht stellte klar, dass Huismann generell den WWF kritisiert und nicht zwischen nationalen Sektionen differenziert habe.cite-ref-265[265] Im Juli 2012 gaben die Verlagsgruppe Random House und der WWF Deutschland schlieĂlich bekannt, den Streit um das Schwarzbuch WWF auĂergerichtlich beizulegen.cite-ref-266[266] Die Parteien einigten sich, ab der dritten Auflage insgesamt 21 Textstellen zu ändern oder zu streichen.cite-ref-267[267]cite-ref-268[268] Die Korrekturen wurden von den Medien unterschiedlich aufgenommen: Während die Freie Presse urteilte, das Buch sei âentschärftâ worden, erklärte die SĂźddeutsche Zeitung, die Grundaussagen seien nicht verändert worden.cite-ref-269[269]cite-ref-270[270] Nach Angaben der Frankfurter Rundschau belegt Huismann die These, dass der WWF zu stark mit der Industrie kooperiere, zwar vor allem mit Anekdoten, diese mĂźsse der WWF aber als MeinungsäuĂerung akzeptieren.cite-ref-271[271]
VorwĂźrfe Ăźber interne Arbeitsweise
2022 berichtete die TAZ, dass leitende Angestellte des WWF einen Protestbrief an den Vorstand adressiert hatten, in dem sie auf dessen VerstĂśĂe gegen Compliance-Regeln hinwiesen. Einerseits handelte es sich dabei um eine Affäre zwischen der damaligen Finanzchefin und einem Vorstandsmitglied. Andererseits fiel auch der Vorwurf, WWF hätte Missstände, auf die die Personalchefin hingewiesen hatte, nicht transparent aufgeklärt, sondern diese drangsaliert und ihr mit KĂźndigung gedroht. In einer resultierenden Gerichtsverhandlung zeigte sich, dass die Finanzchefin unter einer groĂzĂźgigen Abfindung, die mĂśglicherweise mit Spendengeldern finanziert wurde, einen Aufhebungsvertrag unterzeichnet hatte. Nach den Berichten trat der geschäftsfĂźhrende Vorstand Eberhard Brandes ohne Angabe von GrĂźnden zurĂźck.cite-ref-272[272]
Nach einer Umfrage Ăźber Mitarbeiterzufriedenheit hatten Angestellte 2021 ebenfalls einen Brief verfasst, in dem sie auf eine âsexistische Arbeitsatmosphäreâ hinwiesen, welche durch âchauvinistische und verbal Ăźbergriffige Aussagenâ geprägt sei, ebenso auf ein âKlima der Angstâ und ein âgeringschätzendes, einschĂźchterndes und manipulatives Arbeitsumfeldâ.cite-ref-273[273]
Verbot in Russland
Am 10. März 2023, während der der russischen Invasion in der Ukraine 2022, wurde der WWF in Russland als sogenannter âausländischer Agentâ gelistet, weil die Organisation angeblich versucht hatte, die russischen BehĂśrden âunter dem Deckmantel des Schutzes von Natur und Umweltâ zu beeinflussen.cite-ref-274[274] Etwa zweieinhalb Monate später bezeichnete der Generalstaatsanwalt Russlands den WWF aus ähnlichen GrĂźnden als sogenannte âunerwĂźnschte Organisationâ. Diese Entscheidung verbietet der Gruppe faktisch, im Land tätig zu sein.cite-ref-275[275]
Dokumentationen
⢠Heinz Sielmann: VĂślkerbund zum Schutz der Tiere. WWF â Porträt einer Naturschutz-Organisation. ARD 1983, 45 Minuten.
⢠Wilfried Huismann, Arno Schumann: Lachsfieber. ARD 2010, 43 Minuten.cite-ref-276[276]
⢠Wilfried Huismann: Der Pakt mit dem Panda. ARD 2011, 45 Minuten.cite-ref-277[277]
Literatur
⢠Alexis Schwarzenbach: WWF â Die Biografie. 50 Jahre Naturschutz im Zeichen des Pandabären. Collection Rolf Heyne, MĂźnchen 2011, ISBN 978-3-89910-491-2.
⢠Kevin Riemer: Vertrauen im Kontext des nachhaltigen Konsums: Unter besonderer Berßcksichtigung bisektoraler Kooperationen des WWF Deutschland. Akademische Verlagsgemeinschaft Mßnchen, Mßnchen 2015, ISBN 978-3-86924-624-6.
⢠Klaus-Henning Groth: Das groĂe Buch des WWF â 40 Jahre Naturschutz fĂźr und mit den Menschen. Hrsg.: WWF Deutschland. Edition Rasch und RĂśhring, Steinfurt 2003, ISBN 3-934427-37-5.
⢠Wilfried Huismann: Schwarzbuch WWF: dunkle Geschäfte im Zeichen des Panda. Gßtersloher Verlagshaus, Gßtersloh 2012, ISBN 978-3-579-06675-2.
Weblinks
Commons
: WWF
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: WWF
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⢠Literatur von und ßber WWF im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Bestand: WWF Schweiz in den Findmitteln des Schweizerischen Sozialarchivs
⢠Website des WWF (englisch, spanisch)
⢠WWF Deutschland
Einzelnachweise
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